Türkenlouis

Wer verbirgt sich hinter dem Türkenlouis?

Es handelt sich hierbei um den Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden (* 8. April 1655 in Paris; † 4. Januar 1707 in Rastatt). Er war Regent der Markgrafschaft Baden-Baden, Bauherr des Rastatter Schlosses, Generalleutnant aller kaiserlicher Truppen und ein siegreicher Feldherr in den Türkenkriegen. Seinen an den Sonnenkönig Louis XIV angelehnten Spitznamen Türkenlouis erwarb er sich als Reichsfeldmarschall durch seine strategisch bemerkenswerten Erfolge im Kampf gegen die oft militärisch stark überlegenen Osmanen im Großen Türkenkrieg 1683–1699.

Marquis de Villars 1687 über den Türkenlouis:

„Er – Ludwig Wilhelm I., Markgraf von Baden, der Türkenlouis – besitzt großen Mut, im Kampf hat er einen klaren und sicheren Blick. Er ist sehr tätig, wachsam, immer auf dem Pferd und von allen am meisten geeignet, ein großer Soldat zu werden, wenn der Eigendünkel ihm nicht in die Quere kommt. Denn auf Ratschläge hört er wenig, und wenn er sich gezwungen sieht, ihnen zu folgen, tut er es erst spät und niemals, ohne wenigstens ein paar Änderungen vorgenommen zu haben, damit man glauben soll, es seien seine eigenen Gedanken. Er möchte umgänglich erscheinen, ist jedoch das Gegenteil für jemand, der ihm nicht blind gehorcht. […] Für das Hofleben ist er wenig geeignet, da er mit den Ministern allzu frei und heftig redet. Insgesamt hat er alle Tugenden, die einer haben muss, wenn er eines Tages eine Armee würdig führen will – aber auch alle Fehler, die die Lust, sie ihm anzuvertrauen, benehmen.“

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